„Zahlbar innerhalb 14 Tagen, 2 % Skonto bei Zahlung binnen 7 Tagen": Für den Menschen ist damit alles gesagt, für die Kreditorensoftware Ihres Kunden fast nichts. Systeme buchen aus Datenfeldern, und die E-Rechnung hat für Zahlungsfragen genau drei Sorten davon: das Fälligkeitsdatum, die Zahlungs- und Kontodaten, und das Freitextfeld der Zahlungsbedingungen. Wer weiß, was wo landet, sorgt dafür, dass Fälligkeiten automatisch stimmen und Skonto wenigstens dort maschinenlesbar ist, wo Systeme es auswerten.
Was als Datenfeld ankommt
| Angabe | Feld | Was der Empfänger damit macht |
|---|---|---|
| Fälligkeitsdatum | BT-9 | Steuert Zahlläufe und Mahnwesen automatisch; das wirksamste einzelne Feld |
| Zahlungsart und IBAN | BG-16 | Erzeugt den Zahlungsvorschlag; ohne IBAN im Datenfeld tippt jemand ab |
| Zahlungsbedingungen als Text | BT-20 | Wird angezeigt, von Menschen gelesen, von Maschinen im Regelfall nicht gedeutet |
Daraus folgt die wichtigste Umstellung: Das Zahlungsziel gehört als Datum in die Datei, nicht nur als „14 Tage" in den Satz. Ein Satz im BT-20 bleibt erlaubt und üblich, aber das Datum in BT-9 ist das, was wirkt.
Skonto: Text, Muster oder Feld?
Die europäische Norm kennt für Skonto kein eigenes strukturiertes Feld; der Platz ist das Zahlungsbedingungs-Feld. Deutschland hat dafür ein maschinenlesbares Muster definiert, das in der XRechnung Pflicht ist, sobald man Skonto angibt, und dessen Syntax haarklein geprüft wird; das Muster im Detail samt aller Stolperfallen haben wir in der Fehlercode-Serie beschrieben.
Für die ZUGFeRD-Rechnung an Unternehmen gilt: Das Muster ist dort keine Pflicht, aber die beste verfügbare Option. Deutsche Empfängersysteme, die Skonto automatisch berechnen, kennen genau diese Notation; ein frei formulierter Satz wird bestenfalls gelesen, nie gerechnet. Wer Skonto ernst meint, schreibt beides: den Satz für Menschen, die Musterzeile für Maschinen.
Die eiserne Regel: Skonto ändert die Beträge nicht
Skonto ist ein Zahlungsanreiz, kein Preisnachlass auf der Rechnung. Der Rechnungsbetrag und der Zahlbetrag der Datei bleiben die vollen Beträge; der Abzug entsteht erst bei der Zahlung. Wer das Skonto vorab von der Summe abzieht, zerreißt die Rechenkette der Norm und produziert eine ungültige Datei; wie diese Kette rechnet, steht im Beitrag zu den Summenregeln. Echte Nachlässe, also Rabatte, haben dagegen ihre eigenen Felder und mindern die Summe strukturiert.
Dieselbe Trennung gilt in der Buchhaltung des Kunden: gebucht wird der volle Betrag, der Skontoertrag entsteht beim Zahlungsausgleich. Ihre Datei sollte diese Welt abbilden, nicht die Kopfrechnung des Ausstellers.
Empfehlung für die Vorlage
- Fälligkeitsdatum immer setzen (BT-9), auch wenn der Satz „14 Tage netto" zusätzlich im Text steht.
- Zahlungsart 58 plus IBAN in die Zahlungsdaten, damit der Zahlungsvorschlag ohne Abtippen entsteht.
- Skonto doppelt ausgeben: die Musterzeile für Maschinen, den Satz für Menschen, beides im Zahlungsbedingungs-Feld, Beträge unangetastet.
- Einmal prüfen, dann vergessen: Eine Prüfung der neuen Vorlage im ZUGFeRD-Validator zeigt, ob Datum, Zahlungsdaten und Muster sauber ankommen; wer die ZUGFeRD-Rechnung im Formular erstellt, wird nach genau diesen Feldern gefragt.
Rechtsstand: September 2026, zuletzt geprüft am 25. September 2026. Grundlage sind die Norm EN 16931 (Zahlungsfelder BT-9, BT-20, BG-16 und die Summenregeln) sowie die Spezifikation XRechnung mit dem deutschen Skonto-Muster.
Häufige Fragen
Wo trage ich das Zahlungsziel ein: als Text oder als Datum?
Als Datum in das Fälligkeitsfeld; der Text darf zusätzlich stehen. Nur das Datum steuert die automatische Zahlung beim Empfänger.
Muss ich in einer ZUGFeRD-Rechnung an Unternehmen das Skonto-Muster verwenden?
Pflicht ist es nur in der XRechnung. Im B2B ist das Muster trotzdem die richtige Wahl, weil deutsche Systeme genau diese Notation berechnen können; ein Satz allein wird nicht gerechnet.
Darf ich den Zahlbetrag um das Skonto reduzieren?
Nein. Skonto verändert die Rechnungsbeträge nicht; der Abzug entsteht erst bei der Zahlung. Ein vorab reduzierter Betrag verletzt die Summenregeln der Norm und macht die Datei ungültig.
Was ist der Unterschied zwischen Skonto und Rabatt in der Datei?
Der Rabatt ist ein Preisnachlass und steht strukturiert in den Nachlass-Feldern, er mindert die Summe. Skonto ist an die Zahlung geknüpft und steht in den Zahlungsbedingungen, die Summe bleibt voll.
Liest DATEV oder die Software meines Kunden meinen Freitext?
Verlassen sollten Sie sich darauf nicht. Freitext wird angezeigt, nicht gedeutet. Alles, was automatisch wirken soll, gehört in die dafür vorgesehenen Felder: Datum, Zahlungsdaten, Musterzeile.