USt-IdNr VIES Peppol 9930

USt-IdNr prüfen: gültig, und wie rechne ich mit diesem Kunden ab?

Geben Sie eine beliebige EU-USt-IdNr ein. Sie erhalten die Live-Antwort des VIES-Dienstes der Europäischen Kommission, die elektronische Adresse, die diese Nummer dem Unternehmen im Peppol-Netz gibt, und das Datum, ab dem das deutsche Recht statt einer PDF-Datei eine strukturierte Rechnung erwartet.

Zuerst das Länderkürzel, dann die Nummer. Offizielle EU-Daten, live abgefragt. Ihre Eingabe wird nicht gespeichert.

Normkonform EN 16931 ZUGFeRD / Factur-X XRechnung KoSIT GoBD-Archiv PDF/A-3

Drei Antworten, die in einer USt-IdNr stecken

Eine Abfrage, die mehr wert ist als ein Ja oder Nein.

Was VIES bestätigt und was nicht

Eine gültige Antwort bedeutet genau eines: An diesem Tag führte der Mitgliedstaat unter dieser Nummer eine aktive Registrierung für den innergemeinschaftlichen Handel. Sie ist keine Bonitätsauskunft, kein Nachweis, dass Ihr Ansprechpartner für das Unternehmen handeln darf, und keine Prüfung des Namens, den man Ihnen genannt hat. Deutschland veröffentlicht anders als die meisten Mitgliedstaaten weder Name noch Anschrift, eine deutsche Nummer kommt also bestätigt, aber anonym zurück. Bei einer steuerfreien Lieferung gehört die Antwort zur Rechnung ins Archiv.

Von der USt-IdNr zur Peppol-Adresse

Eine elektronische Adresse im Netz besteht aus Schema und Wert. Bei einem deutschen Unternehmen ist das Schema 9930 und der Wert die USt-IdNr: 9930:DE811569869. Die Nummer, die Sie gerade geprüft haben, ist also zugleich die Adresse, an die die Rechnung läuft, und sie gehört in das Feld der elektronischen Adresse des Erwerbers im XML. Andere Mitgliedstaaten haben in derselben Liste eigene Codes: 9925 für Belgien, 9944 für die Niederlande, 9914 für Österreich, 9957 für Frankreich.

Der deutsche Fahrplan: 2025, 2027, 2028

Der Empfang kam zuerst und gilt bereits: Seit dem 1. Januar 2025 muss jedes deutsche Unternehmen eine strukturierte E-Rechnung für inländische B2B-Umsätze annehmen können. Der Versand ist nach Größe gestaffelt. Ab dem 1. Januar 2027 gilt er oberhalb von 800.000 Euro Vorjahresumsatz, ab dem 1. Januar 2028 für alle übrigen. Bis Ende 2026 dürfen Sie weiterhin Papier oder eine einfache PDF-Datei senden, wenn der Empfänger zustimmt. Die Daten stammen aus dem Wachstumschancengesetz.

So funktioniert die Prüfung

Eine Nummer hinein, eine Antwort für Ihre Rechnung heraus.

Schritt 1

USt-IdNr eingeben

Zuerst das Länderkürzel, dann die Nummer: DE811569869. Leerzeichen, Punkte und Bindestriche werden ignoriert, Sie können also direkt aus einem Briefkopf, einer Auftragsbestätigung oder von der Website eines Lieferanten einfügen.

Schritt 2

Antwort lesen

VIES fragt den Mitgliedstaat, der die Nummer vergeben hat, und antwortet in etwa einer Sekunde: registriert oder nicht, mit dem Firmennamen, sofern das Land ihn veröffentlicht. Deutschland tut das nicht, eine deutsche Nummer kommt daher bestätigt, aber anonym zurück.

Schritt 3

Rechnung stellen

Unter der Antwort stehen die aus dieser USt-IdNr gebildete Peppol-Adresse und das Datum, ab dem Sie diesem Kunden eine strukturierte Rechnung schicken müssen. Ein Klick führt zum ZUGFeRD- oder XRechnung-Formular, ohne Installation.

Wann eine USt-IdNr. dreißig Sekunden wert ist

Vor einer steuerfreien EU-Lieferung ist die gültige USt-IdNr. des Kunden materielle Voraussetzung der Befreiung; vor der ersten Rechnung eines neuen Lieferanten erspart der kurze Check spätere Diskussionen um den Vorsteuerabzug. Die Prüfung fragt live das VIES-System der EU ab und zeigt Name und Anschrift des Inhabers, soweit der Mitgliedstaat sie herausgibt; deutsche Nummern kommen konstruktionsbedingt gültig, aber anonym zurück.

Für die förmliche qualifizierte Bestätigung nach § 18e UStG führt der Weg über das Bundeszentralamt für Steuern, und ihr Ergebnis gehört dokumentiert zum Vorgang. Der schnelle Check hier ist die Alltagsgewohnheit, die qualifizierte Bestätigung der Nachweis für die großen Fälle.


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Häufig gestellte Fragen

USt-IdNr, VIES-Antworten und deutsche Fristen, verständlich erklärt.

Die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (USt-IdNr) ist die europäische Umsatzsteuerkennung: DE und neun Ziffern, vergeben vom Bundeszentralamt für Steuern und im gesamten Binnenmarkt gültig. Die Steuernummer ist das inländische Aktenzeichen Ihres Finanzamts, sie ändert sich bei einem Wechsel des Finanzamts und bedeutet außerhalb Deutschlands nichts. Nur die USt-IdNr lässt sich in VIES prüfen, und nur sie gehört in die Umsatzsteuerfelder von Erwerber und Verkäufer einer EN-16931-Rechnung.
Weil Deutschland sich gegen die Veröffentlichung der Unternehmensdaten entschieden hat. Jeder Mitgliedstaat legt selbst fest, ob VIES Name und Anschrift hinter einer gültigen Nummer zurückgeben darf, und die deutsche Verwaltung hält beides zurück. Eine deutsche Antwort bestätigt daher die Registrierung und sonst nichts, und genau das verlangt das Gesetz von Ihnen. Belgische, polnische oder niederländische Nummern kommen dagegen meist mit Name und Anschrift zurück.
Dass der Mitgliedstaat unter dieser Nummer heute keine aktive Registrierung für den innergemeinschaftlichen Handel führt. In der Praxis ist es fast immer eines von vier Dingen: ein Tippfehler, eine Nummer, die vergeben, aber nie für den innergemeinschaftlichen Handel freigeschaltet wurde, eine zu frische Registrierung, oder ein abgemeldetes oder liquidiertes Unternehmen. Ein Urteil über das Unternehmen ist es nicht. Lassen Sie sich die Nummer schriftlich bestätigen, bevor Sie eine Lieferung steuerfrei behandeln.
Nein. Die eingegebene Nummer geht an VIES, um die Antwort zu holen, und wird hier weder protokolliert noch in einer Datenbank abgelegt. Die Seite braucht kein Konto, setzt für die Abfrage kein Tracking-Cookie und führt keine Historie darüber, wer was geprüft hat. Wenn Sie einen belastbaren Nachweis für Ihre Unterlagen brauchen, fordern Sie beim Bundeszentralamt für Steuern eine qualifizierte Bestätigungsanfrage an.
Genau dafür ist die Seite gedacht, und bei innergemeinschaftlichen Lieferungen ist es beinahe Pflicht: Die Steuerfreiheit einer grenzüberschreitenden Lieferung hängt daran, dass der Kunde im Zeitpunkt der Lieferung eine gültige USt-IdNr hatte, und die Abfrage ist Ihr Nachweis dafür. Im Inland lohnt sie sich aus einem anderen Grund genauso: Die Nummer, die Sie hier bestätigen, ist zugleich die Peppol-Adresse, an die Sie die Rechnung senden. Eine Abfrage klärt beide Fragen.
9930 ist der Code der deutschen USt-IdNr in der Liste der elektronischen Adressschemata, die EN 16931 und Peppol verwenden. Eine elektronische Adresse ist immer ein Paar aus Schema und Wert, ein deutsches Unternehmen wird im Netz also als 9930:DE811569869 adressiert. Der Wert gehört in das Feld der elektronischen Adresse des Erwerbers (BT-49). Andere Länder haben in derselben Liste eigene Codes, etwa 9925 für Belgien, 9944 für die Niederlande, 9914 für Österreich und 9957 für Frankreich.
Die Leitweg-ID ist die Adresskennung eines öffentlichen Auftraggebers in Deutschland, also eines Bundesministeriums, einer Landesbehörde, einer Stadt oder einer sonstigen öffentlichen Stelle. Sie sieht aus wie 991-01234-56, wird vom Auftraggeber vergeben und muss Ihnen mitgeteilt werden; aus einer USt-IdNr lässt sie sich nicht ableiten. Im Netz trägt sie das Schema 0204 statt 9930. Ist Ihr Kunde ein öffentlicher Auftraggeber, fragen Sie nach der Leitweg-ID, tragen Sie sie in die Käuferreferenz (BT-10) ein und senden Sie eine XRechnung. Bei einem Unternehmenskunden ist die USt-IdNr unter 9930 die Adresse.
Der Empfang gilt bereits: Seit dem 1. Januar 2025 muss jedes Unternehmen in Deutschland eine strukturierte E-Rechnung für inländische B2B-Umsätze annehmen können, ohne Größengrenze und ohne Übergangsfrist. Der Versand ist gestaffelt. Bis zum 31. Dezember 2026 dürfen Sie noch Papier oder eine einfache PDF-Datei senden, wenn der Empfänger zustimmt. Ab dem 1. Januar 2027 müssen Sie E-Rechnungen ausstellen, wenn Ihr Umsatz im vorangegangenen Kalenderjahr über 800.000 Euro lag. Ab dem 1. Januar 2028 gilt die Pflicht für jedes Unternehmen, unabhängig vom Umsatz. Die Daten stammen aus dem Wachstumschancengesetz.
Von VIES, dem Mehrwertsteuer-Informationsaustauschsystem der Europäischen Kommission. VIES hält keine eigene Datenbank vor, sondern leitet Ihre Frage an die Steuerverwaltung des Landes weiter, das die Nummer vergeben hat, und reicht die Antwort unverändert zurück. Deshalb kann eine Abfrage für ein einzelnes Land ausfallen, während alle anderen normal antworten. Passiert das, sagt diese Seite, dass der Dienst nicht geantwortet hat, und macht aus dem Schweigen nie ein Ungültig.
Nein. VIES deckt die USt-IdNr der EU-Mitgliedstaaten ab, dazu Nummern mit dem Kürzel XI für Nordirland nach dem Windsor-Rahmen. Die Schweiz, das Vereinigte Königreich und andere Drittstaaten führen eigene Register und sind darüber nicht erreichbar. Prüfen Sie solche Nummern bei der jeweiligen nationalen Behörde. Die Regeln zur E-Rechnung auf dieser Seite sind deutsche Regeln für inländische B2B-Umsätze, ein Kunde außerhalb der EU ist für Ihre Seite der Rechnung eine eigene Frage.
Für die deutsche E-Rechnungspflicht

Ein Werkzeugkasten für ZUGFeRD und XRechnung

Seit Januar 2025 gilt in Deutschland die Empfangspflicht für E-Rechnungen. Beide Formate sind abgedeckt.

ZUGFeRD oder XRechnung? Der Assistent wählt das passende Werkzeug Sagen Sie dem Chat, was Sie brauchen: Er wandelt um, prüft, erstellt und liest deutsche E-Rechnungen aus. Assistent öffnen

Erstellen

Ein Formular ausfüllen, ZUGFeRD-PDF oder XRechnung mit Leitweg-ID erhalten

Prüfen & korrigieren

Gegen EN 16931 und die XRechnung-CIUS prüfen, dann korrigieren, was abgelehnt wurde

Konvertieren

Eine Rechnung zwischen PDF, CII, UBL und XRechnung überführen

Öffnen & auslesen

Eine Datei öffnen, hineinsehen und die Daten mitnehmen

Nachschlagen & automatisieren

Prüfen, an wen Sie fakturieren, oder den ganzen Ablauf per API abwickeln
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